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Gedankenlieblinge | Ich mach´ dann mal!

2. April 2015
 Donnerstag, 02. April 2015

Wie heißt es so schön in dieser Bauernregel?
<< April, April – der macht was er will! >>

Oder in diesem Gedicht von Heinrich Seidel?
April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch‘ Gesaus‘ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.

O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum:
Heut‘ Frost und gestern Hitze,
Heut‘ Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!

Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
Auch seinen Freund, den Nordwind, an
Und wehrt er sich, so gut er kann,
Es soll ihm nicht gelingen;
Denn alle Knospen springen,
Und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!

Wettermäßig wirkten die letzten Tage hier ja schon ganz arg „aprillig“.
Aber mein April wird ein „Er-weiß-was-er-will“-Monat!
Nichts mit „mal so… mal so…

Nichts mit
„(…) Der weiß nicht, was er will. (…)“ 

Nichts mit
„(…) Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum (…)“

Nichts mit
„(…) O weh! O weh! (…)“

Mein April,
der weiß, was er will!
Der packt seine To-Do-Liste an, wo er muss!
Der schiebt nicht auf!
Der fackelt nicht lange, bis die To-Do-Liste brennt!
Der ärgert sich nicht über verpasste Chancen,
über aufgeschobene „Müllberge“!
Der macht dann mal…!

Schlussendlich und am wichtigsten:
Der macht, was ihn glücklich und glücklicher macht.
Ich habe es in der Hand…!

„Hurra! Hurra!
(…) Denn alle Knospen springen (…)
Der Frühling ist doch da!“

Und warum das Ganze?

Ich fröne gerne mal der „Aufschieberitis“!
Es gibt einfach Dinge, die ich nicht mag!
Und die hemmen mich im Abarbeiten „ungeliebter“ Dinge!
So schwillt meine „To-Do-Liste“ nur unnötig an,
die „Müsste-Sollte-Wollte-Ich-Mal-Liste“ auch,
das schlechte Gewissen sich selbst und anderen gegenüber wird lauter,
weil man ja eigentlich machen wollte…sollte…hätte wollen… sollen!

Und wenn das Ganze dann beim Einschlafen auch noch zäh vor sich hin „zerdacht“ wird… Graus!!!

Und wie das Ganze?

DAS ist die Frage!
Für mehr Struktur, innerlich wie äußerlich, gehören für mich eine Bestandsaufnahme, eine Sichtung, eine Übersicht, eine Ordnung dazu.
Wenn ich in der Wohnung aufräume, und das kann ich gut, dann klappt das nur und zügig, mit einer gewissen Struktur,
mit disziplinierter Selektion zwischen Wichtigkeit und Dringlichkeit
und mit einer regelmäßigen Vorgehensweise.

Wenn das dann auch für die innerliche Ordnung und Struktur gilt, super!

Mein Plan also:

Konkrete Planung,
nicht zu viel auf einmal,
überschaubare, schaffbare, kleine Häppchen,
die motivieren und nicht direkt schon hemmen
und jegliche Motivation rauben.

Was will ich genau?

Mehr Selbstdisziplin bezüglich notwendiger, ungeliebter Aufgaben entwicklen, gewisse Dinge (optimierter) abarbeiten oder generell erstmal angehen, sofort reagieren, nicht schieben, nicht vergessen.

Was ich brauche

Eine tägliche Liste,
klein, aber fein.
Sortiert nach Dringlichkeit und Wichtigkeit
(s. Eisenhower-Prinzip).
Kurz gesagt:
wichtig & dringend = sofort erledigen
nicht wichtig & nicht dringend = nicht oder später erledigen

Kürzlich las ich auf dem Blog von Denise, grob gekürzt, die folgenden Zeilen. Es sind Zitate aus und Gedanken zu einem Buch
(„Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“).

„(…) Wenn wir
feststellen wollen, welche Zutaten wir zur Verfügung haben,

müssen wir
zunächst Ordnung schaffen.(…)“
„Aus
dieser buddhistischen Sicht beginnt jede Veränderung, jede Arbeit, mit
der Reinigung.

Ordnung und Reinigung spielen die entscheidende Rolle (…).“
„Die
Küche zu reinigen bedeutet, den Geist zu reinigen. (…) In unserem
Leben ist es genauso. So, wie wir beim Kochen zuerst die Küche aufräumen
und reinigen, sollten wir uns auch bemühen, am Anfang eines Tages in
unserem Geist Klarheit zu schaffen. (…)“

Diese Worte haben mich in meinem Gedankengang doch sehr bestätigt.
Bleibt noch die Frage:
Und? Wie klappt es?
Ist ja heute immerhin schon der zweite Tag des Monats!
Ich habe angefangen!
Das macht Mut und motiviert mich…

Was hast du der „Aufschieberitis“ entgegenzusetzen?
Oder gibt es sie bei dir gar nicht?
~

Herzlichst!

Julia

***
Verlinkt mit Sonjas toller Aktion „Mein Monatsmotto“ und mit der „Schreibzeit“ von Bine.
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8 Kommentare

  • Antworten Küstenmami 3. April 2015 at 7:19

    Hallo Julia,

    schön literarisch, Dein Monatsmotto 🙂

    Mein Tipp gegen "Aufschieberitis": Sich klar machen, was passiert, wenn man Xy nicht erledigt. Sind die Folgen banal oder nicht vorhanden, kann's nicht so wichtig sein. Bei ernsthaften Folgen: Sofort erledigen!

    Liebe Grüße und weiterhin viel Motivation

    Küstenmami

    • Antworten Julia (mammilade) 8. April 2015 at 9:20

      Danke für den tollen Tipp!
      Simpel und wirkungsvoll…
      Habe den Spruch mal direkt fest im Kopf abgespeichert!
      Bin dankbar für jede Strategie! 😉

      Liebe Grüße an dich!

  • Antworten Fee von fairy likes... 3. April 2015 at 7:54

    Hi Julia, ich schließe mich der Küstenmami an – und ergänze: ich hab neben der täglichen Todoliste ein Büchlein, in dem ich Langzeit-/irgendwann-Aufgaben sammel. für mich und Herrn F. Das Büchlein liegt in der Küche, wo uns am ehesten beim Frühstück neue Projekte einfallen. In dem Buch gibt es auch ein paar Seiten für freunde, die man mal wieder einladen oder besuchen will. Denn auch das passiert uns oft, dass wir im Gespräch sagen "oh, xy sollten wir mal wieder einladen…"

    Lieben Gruß von fee

    • Antworten Julia (mammilade) 8. April 2015 at 9:31

      Liebe Fee,

      Das mit dem Büchlein ist ja auch eine tolle Idee!!!
      Und wenn es ein schönes Exemplar ist, macht es vielleicht noch mehr Spaß damit zu arbeiten…
      Besser, als eine Zettelwirtschaft… 😉
      Die Seite mit den Freunden ist genial… Da geht mir im normalen Alltagstrubel immer zu viel "durch die Lappen"… Ärgerlich!
      Aber ich bleibe am Ball!

      Liebe Grüße
      Julia

  • Antworten Ulli von Hej Hanse 3. April 2015 at 10:05

    Keine Aufschieberitis hier? Leider, leider doch, aber all das, was ich mir so vornehme, kann ohnehin nicht klappen, außer ich hör auf zu arbeiten 😉 Aber so ein Plan ist eine feine Sache, das hilft bestimmt! Wie schön, bei dir ranunkelt es ja auch… Gute Besserung, fröhliche Feiertage und liebe Grüße, Ulli

    • Antworten Julia (mammilade) 8. April 2015 at 9:39

      Liebe Ulli,

      auf die Besserung warte ich noch… 😉
      Aber DANKE!
      Und ja: Ranunkeln gehen immer! Man muss die kurze Zeit im Jahr ja auskosten!

      Liebe Grüße
      Julia

  • Antworten Sonja 3. April 2015 at 20:25

    Liebe Julia, wunderschöne Fotos und ein klasse Motto! Ich musste sehr schmuneln, denn es hat seeehr viel mit meinem Monatsmotto zu tun! 😉
    Liebe Grüße,
    Sonja

    • Antworten Julia (mammilade) 8. April 2015 at 9:43

      Liebe Sonja,

      Danke für deine Worte!
      Bin gespannt auf deine konkreten April-Pläne!

      Sei lieb gegrüßt!
      Julia

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